kreuz+quer: Der Heilige Geist (Interview)
Hallo Ihr Lieben…
so beginne ich meistens die Kommunikation in den Gruppen und bei Rundmails. (An den „Rundmails“ hat die junge Generation sofort gemerkt, dass ich mittleren Alters bin).
Wer bin ich?
Mein Name ist Ilona Belicke (auch Loni genannt), bin 54 Jahre jung und verheiratet mit Martin. Wir habe drei wundervolle Kinder und tolle Schwiegerkinder. Aufgewachsen bin ich mit vier älteren Geschwistern in Altenriet. Martin hat fünf Geschwister und so gab es immer Grund zu feiern. In unserem, zugegeben nicht immer ganz ordentlichen zu Hause, sind Gäste immer willkommen. Bei genügend Vorlauf gibt es auch leckeren Hefezopf. Bewegung in der Natur – walken, wandern und Rad fahren ist ein guter Ausgleich für mich.
Seit 35 Jahren wohne ich jetzt in Kirchheim und fast ebenso lange bin ich beim Brüderbund/Christusbund zu Hause. Genau: Gemeinde ist für mich Familie, Freundschaft und in meinem Fall sogar bei der Arbeit als Krankenschwester in den Medius Kliniken Kirchheim präsent.

Es macht mir Freude mit Geschwistern im Glauben das Leben zu teilen und mich in verschiedenen Bereichen der Gemeinde einzubringen. Mein Anliegen ist, eine Frau nach dem Herzen Gottes zu werden. Zu ihm hin zu wachsen, ihm ähnlicher werden und ein Leben zu seiner Ehre und Freude zu führen.
Dazu passt das Monatsthema (Heiliger Geist, der vergessene Gott) perfekt, denn es ist unmöglich, das aus eigener Kraft und Bemühung zu schaffen. Dafür wurde uns der Helfer, der Beistand, der Fürsprecher gesandt. ER kann und will ALLES in mir bewirken, was nötig ist, um mein (sein!) Lebensziel zu erreichen. Das ist die tägliche Herausforderung, im Alltagstrubel, in Zeitdruck, Stürmen und (selbstproduziertem) Stress auf die leise, unaufdringliche Stimme des Heiligen Geistes zu hören.
Sich bewusst Ruhezeiten einzuplanen um zur Ruhe zu kommen und zu hören, sich Zeit zu nehmen für Gottes Wort und geistliche Zweierschaft zu pflegen, bereichert mein Leben, Glauben und Alltag und ist zugleich überaus angefochten.
Gott redet ganz persönlich in mein Leben!
2019 bekam ich auf einer Freizeit folgenden Vers auf einem Kärtchen: „und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.“ Psalm 23,4
Mein erster Gedanke/erster Teil – ach du liebe Zeit, was kommt jetzt? (Es kam Corona) Aber wichtiger der zweite Gedanke/zweiter Teil – der sich immer wieder auf wunderbare Weise bewahrheitet, auch wenn ich es nicht immer gleich wahrnehme/fühle.
Ich brauch mich nicht zu fürchten, was auch immer kommt…
Er ist größer als alles und hat die Macht über alles was mich umgibt…
Er ist da, wo auch immer ich hingehe, was auch immer geschieht…
Er tröstet mich, wenn Verletzung, Trauer und Schmerz mich einnehmen und mutlos machen wollen…
Ihm will ich mein Leben anvertrauen,
ihm jeden Tag neu begegnen,
loslassen, was ich eh nicht in der Hand habe,
und ihm glauben, dass ALLES das,
was scheinbar gut ist und das, was scheinbar schlecht ist,
mir zum Besten dienen wird.
Römer 8,28